Wie viel kostet eine Website?

Darf ich mit einer Gegenfrage antworten: Wie viel kostet denn ein Auto? Sie merken vielleicht, worauf ich hinaus will: Beide Fragen lassen sich unmöglich pauschal beantworten. Es gibt keinen fixen Preis für Personenwagen und ebenso keinen für Websites. Weil beide Produkte den individuellen Bedürfnissen des Käufers entsprechen müssen, damit ein Kauf Sinn macht.

Trotzdem werden wir immer wieder gefragt: Aber wie viel kostet nun eine Website? Vielleicht ist sich der Autokauf ein gutes Beispiel, um Preise im Bereich Webdesign zu erklären.

Angenommen, Sie die Zeit ist reif für ein neues Gefährt. Sie begeben sich um Händler Ihrer Wahl und der Einfachheit halber gibt es folgende Auswahl:

  • Ein Wagen mit über 150’000 Kilometern auf dem Tacho, hatte bereits einen Blechschaden, kostet nur 900.-
  • Einen Neuwagen für 7000.-, ohne Schnickschnack, aber auch ohne Luxus.
  • Einen Sportwagen für 70’000 mit allem erdenklichen Komfort und gehörig PS unter der Haube.

Alle Autos machen im Prinzip dasselbe: Sie transportieren Personen von A nach B. Trotzdem gibt es gewaltige Preis- und Leistungsunterschiede. Und genau so ist es im Prinzip auch beim Webdesign.

Vom Kleinwagen zur Rakete

Eine kleine Internet-Recherche dürfte genügen und Sie finden Anbieter, die eine Website für 900.- Franken oder weniger offerieren. Genau wie beim Auto dürfen Sie hier aber keine Qualität erwarten. Die Rechnung ist einfach: Für 900.- kann dieser Anbieter maximal einige Stunden in Ihre neue Website investieren. Es ist schlichtweg unmöglich, in dieser Zeit eine optisch ansprechende Website zu gestalten, die Ihre Bedürfnisse korrekt erfüllt, auf sauberem Code basiert, für Suchmaschinen optimiert ist, und so weiter. Selbst wenn viele Arbeitsschritte automatisiert sind und kein unnötiger Luxus “verbaut” wird, muss der Anbieter Abstriche machen. Für Einmann-Unternehmen oder Vereine ist diese Wahl aber möglicherweise genau richtig.

Variante drei ist der Sportwagen. Sie können von sehr hoher Qualität ausgehen – aber auch von viel Brimborium, dass Sie eigentlich nicht benötigen. Sie benötigen keinen eigenen Server für 200.- Franken im Monat, wenn Ihre Website pro Tag nur 200 Besucher hat und aufwändige Animationen sehen sicher toll aus, aber sind ein Luxus. Diese Variante kann Sinn machen, wenn Sie auf eine grafisch aufwändige und perfekt durchgedachte Website aus sind,  oder mit aufwändiger Funktionalität aufwartet (zum Beispiel ein Onlineshop).

Bleibt Variante zwei. Für viele Unternehmen kleiner und mittlere Grösse ohne spezielle Anforderungen kann eine professionelle und komplette Website ab ca. 3000.- Franken umgesetzt werden. Doch auch hier kann Ihnen kein seriöser Anbieter einen genauen Preis nennen, ohne das Projekt mit Ihnen besprochen zu haben. Die Kosten richten sich nach Ihren Anforderungen und je detaillierter Sie wissen, was Sie von der neuen Website erwarten, desto besser kann der Preis eingeschränkt werden.

Die Frage nach dem Budget

Das Entwickeln von Websites ist ein komplizierter und vielschichtiger Prozess. Je nach Anforderungen des Kunden, verwendeten Tools und Fähigkeiten des Anbieters kann es sein, dass vermeintlich “kleine” Dinge zeitlich grossen Aufwand verursachen – während andere, scheinbar “aufwändige” Punkte mit ein paar Mausklicks oder Tastaturanschlägen erledigt sind. Als seriöser Webdesign-Anbieter versuchen wir mit Ihnen bereits im Vorfeld Stolperfallen zu umgehen und sprechen schwierige Punkte an. Oft kollidieren die Anforderungen an eine Kunden-Website nämlich mit einem anderen wichtigen Punkt: dem Budget.

Aus verständlichen Gründen haben viele Kunden Mühe damit, ihr Budget für eine neue Website offen zu legen. Sie möchten vermeiden, dass Webdesign-Agenturen später eine Rechnung stellen, die genau das Budget abdeckt, obwohl die Website vielleicht billiger umsetzbar wäre. Ein berechtigter Gedanke – aber auch einer, der es für beide Seiten sehr schwierig machen kann, das Projekt offen zu diskutieren und eine sinnvolle Lösung zu finden. Für eine Zusammenarbeit müssen sich letzten Endes sowieso beide Parteien vertrauen, also wieso nicht hier starten?

Wieso offene Budget-Diskussionen vieles erleichtern

Wie erwähnt: Wie viel eine Website kostet, hängt grösstenteils von Ihren Anforderungen ab. Wenn Ihr Budget also 5000.- Franken beträgt (was Ihre Agentur aber nicht weiss), und Sie Anforderungen stellen, die ab 15’000.- Franken umsetzbar werden, kann es sein, dass man tagelang aneinander vorbeispricht. Erst mit der Offerte des Anbieters dann klar wird, dass die Zusammenarbeit so nicht zustande kommt. Das ist Zeitverschwendung für beide Partner.

Wenn Sie aber Ihr ungefähres Budget (eine Grössenordnung genügt) im Gespräch auf den Tisch legen, bieten Sie der Agentur Optionen an. Wir werden Ihnen sagen, dass ein kompletter Shop für die 5000.- nicht möglich ist, welche Abstriche Sie machen müssten, mit welchen Aufwänden Sie intern zu rechnen haben bei einem E-Commerce-Projekt und welche preiswerten Alternativen es gäbe. All das geschieht natürlich VOR einer verbindlichen Zusage. Das heisst, Sie können sich später immer noch anders entscheiden. 

Fazit: Suchen Sie das Gespräch

Webdesign ist eben weit mehr als nur das Design. Die vielen Faktoren, welche einen Internetauftritt beeinflussen, sollten in Ruhe besprochen werden. Je genauer Sie wissen, was Sie umsetzen möchten, desto eher können wir pragmatisch vorgehen und Sie ideal unterstützen. Die Kosten sind dabei sicher ein Thema, allerdings leider keines, dass wir von Beginn an als Pauschalbetrag in die Runde werfen können.